Was für eine Alternative zum Schokoladen-Wahnsinn in der Stadt! (Bild: Ötztal Tourismus)

Ostern im Hochfirst: Schnee statt grüne Wiesen!

Ostern im Hochfirst: Schnee statt grüne Wiesen!
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Ja ist denn jetzt endlich Ostern? Eigentlich hätte Ostern ja schon längst sein müssen. Zumindest dann, wenn man die Anzahl der Schokolade-Hasen in Relation mit dem nahenden Osterfest setzt.

Diese Osternhasen stehen schon so lange rum, dass einen Ostern schon zu nerven beginnt bevor es überhaupt stattgefunden hat. Dabei wäre alles so einfach und Ostern könnte so schön entspannt ablaufen. Wenn man schaut, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und die richtigen Freizeitaktivitäten ausübt.

Das "Hochfirst" im Winter. Pistennähe quasi eine Untertreibung!

Das „Hochfirst“ zu Ostern: Pistennähe, Sonnenschein und gute Laune garantiert.

Es ist somit alles nur eine Frage des richtigen Timings. Man muss nur rechtzeitig fliehen und den Schokoladenhasen-Wahnsinn in den Städten hinter sich lassen. Man muss lediglich die Worte „Hochfirst“ und „Obergurgl“ und „Skifahren“ und „Ostern“ zusammen aussprechen und schon kommt man zu einem schönen Satz, der Glück verspricht: „Ich fahre zu Ostern zum Skifahren ins Hochfirst nach Obergurgl.“ Leise murmelnd sagte ich mir den Satz vor, als ich letztens durch die Stadt flanierte und Ostern schon am liebsten abgesagt sehen wollte.

Kaum hatte ich den Satz ausgesprochen hatte ich fast schon meinen Kurzurlaub gebucht. Ich war wieder bester Dinge und bestens gelaunt. Ein paar Tage zu Ostern in Obergurgl, herrliches Essen im „Hochfirst“, ein bisschen Wellness, gute Massagen und dazu auch noch Skifahren bei herrlich langen Tagen. Frühling vom Gefühl her und doch war es hier noch Winter, was die Pistenbedingungen anbelangte. Das Leben konnte schön sein. Man muss nur richtig kombinieren, spontan sein und sich etwas Gutes tun!

So ein Urlaub ist auch etwas für Menschen, die weg wollen vom Alltag und vom „Üblichen“. Während andere ihr Osternest meist im grünen Gras suchen, ist das hier in Obergurgl kein Thema. Hier denkt man nicht an Gras und blühende Blumen, sondern an Schnee und Skifahren. So soll es sein! Wie sehr freute ich mich schon auf diese kleine, aber sehr feine Abwechslung zu dem „konventionellen“ Osterfest, wie es Gott und die Welt feierte.

„Mit leichtem Gepäck“ nach Obergurgl

Stimmungsvoll und traditionell: Ostern im Hochfirst. Ganz ohne grüne Wiesen.

Stimmungsvoll und traditionell: Ostern im Hochfirst. Ganz ohne grüne Wiesen.

Dazu muss man, das wissen nicht nur Silbermond, mit leichtem Gepäck anreisen. Immer wenn ich auf Reisen gebe, dient mir dieses Lied zur Vorbereitung. Immer wenn ich dieses Lied anhöre weiß ich, dass ich einige Sachen am besten doch zu Hause lassen sollte. Sonst wird das mit dem richtigen Urlaub nichts und alles artet zu Stress und zur Packelei aus. Die Skier kann man ja ohnehin vor Ort bei einem Skiverleih ausleihen.

Schön auch, dass im „Hochfirst“ dezent, festlich und traditionsbewusst dekoriert wird. Weit abseits von dem Pomp und Kitsch in so mancher Großstadt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier das Leben noch in Ordnung ist und die Dinge so sind, wie sie eigentlich überall sein sollten. Angenehm, luxuriös, unaufdringlich, von schlichter Eleganz.

Ich war bereit für eine „Auszeit“. Für Ostern in Obergurgl. Für ganz viel Sonne und optimale Pisten. Manchmal genügt es also, einfach kurzerhand die Perspektive zu wechseln. Ihr solltet es mir nachmachen. Denn solltet ihr auch „Ostermuffel“ sein, dann werdet ihr im „Hochfirst“ Ostern wieder lieben lernen. Garantiert.

Vielleicht würde ich sogar bald so weit sein mir einen Schokoladenhasen zu gönnen. Schmecken tun sie ja an sich schon…